andere Eigenschaften von Fassadenkeramik
Alle bei Keramikfassadenverkleidungen verwendeten Porzellanfliesen müssen rektifiziert sein. Abweichungen von der Rechtwinkligkeit sowie nicht rektifizierte Fliesen führen bei der Verlegung von Keramikfassaden zu optischen Unregelmäßigkeiten. Zudem müssen alle Porzellanfliesen, die an derselben Fassade verwendet werden, im gleichen Maße rektifiziert sein. Beispielsweise darf eine rektifizierte Fliese im Format 600 × 1200 mm nicht neben einer rektifizierten Fliese im Format 595 × 1195 mm verlegt werden. Zudem müssen die für die Fassade verwendeten Porzellanfliesen denselben Farbton aufweisen oder sich nur so geringfügig unterscheiden, dass der Unterschied nicht erkennbar ist. Farbtonunterschiede führen bei der Verlegung von Keramikfassaden zu optischen Unregelmäßigkeiten. Zudem müssen bei diesen Fliesen die Werte für Ausbrüche und Konkavität unter den TSE-Vorgaben liegen. Bei der Fassadenherstellung steht die Ebenheit der Keramikfliesen an erster Stelle der Auswahlkriterien. Bei Keramikfassaden wird, sofern möglich (keine zwingende Vorschrift), die Verwendung von mit Glasfasergewebe verstärkten Produkten empfohlen. Das Abbröckeln von Brüchen, die durch äußere Stöße entstehen können – auch bei Gebäuden mit mehreren Stockwerken –, wird durch das Gewebe verhindert. Das faserverstärkte Gewebe weist bei Keramik eine ähnliche Festigkeit auf wie bei der Verwendung von gehärtetem Glas.
Bei der Auswahl der Oberflächen von Keramikprodukten (Porzellanmasse) für Fassadenanwendungen stehen je nach Wunsch matte, glänzende oder seidenmatte Ausführungen zur Verfügung. Der Einsatz von reliefartigen Oberflächen in stark staubbelasteten Bereichen wird nicht empfohlen. Abgesehen von diesen Oberflächen sind Produkte mit metallischer Oberfläche, Lappato-Oberfläche, matter HDR-Oberfläche, matter Betonoptik sowie Produkte der Holzserie in matter Ausführung die am häufigsten bevorzugten Varianten. Bei Produkten mit sehr weißer Oberfläche, wie beispielsweise „Super White“, sollten matte oder reliefartige Oberflächenvarianten vermieden werden.







